Zum Vergrößern anklicken.m zweiten und dritten Juli 2005 war es wieder soweit; die Kunstsammlungen der Veste Coburg luden zu einem informativen und lehrreichen, vor allem aber zu einem unterhaltsamen Abstecher in die Vergangenheit ein, zu einer Zeitreise vom späten Mittelalter, über die Renaissance, den Barock mit dem 30-jährigen Krieg bis hin zur napoleonischen Zeit. Unter dem Motto "Tage des Donners" informierten 16 Gruppen mit annähernd 200 Akteuren in nach Epochen getrennten Lagern zur Artillerie im Wandel der Zeit. Höhepunkte waren die beeindruckenden Schießübungen und der Waffendrill an und mit Geschützen unterschiedlichster Art sein. Ca. 35 nach originalen Vorlagen gefertigte Stücke unterschiedlichsten Kalibers, Funktion und Technik und zahlreiche Handfeuerwaffen boten eine breite und variantenreichen Palette, die von den Mauerbrechern und Hakenbüchsen des 15., über Mörser. und Musketen des 17. bis hin zu großen 6-Pfündern des 18. und 19. Jahrhunderts reichte.

nsgesamt wurden fünf "Zeitinseln" (15., 16, 17, 18. und 19. Jahrhundert) gebildet, die jeweils artilleristischen Charakter, Technik, Ausbildung und Ausrüstung ihrer militärischen Epoche repräsentieren sollten. Auf diese Weise wart es möglich, auch dem "Nichtfachmann" Unterschiede in Technik, Ausbildung und Ausstattung, aber auch Gemeinsamkeiten deutlich zu machen. In musealen Ausstellungen bisweilen nur abstrakt vermittelbare Dinge wurden hier durch "realen" Gebrauch in ihrer Funktion und in ihren Eigenheiten leichter verständlich. Insofern ist eine derartige Veranstaltung, wenn die qualitative Basis stimmt, durchaus als Fortführung bzw. als Erweiterung der musealen Arbeit zu verstehen.

m Rahmen einer der wahrscheinlich umfangreichsten Veranstaltungen zu diesem speziellen Thema in Europa 2005 erwartete die Besucher ein spannendes, buntes und informatives Wochenende mit faszinierenden Eindrücken aus jenen fernen Zeiten.

owohl in den Aktionen als auch in der Ausstattung wird größter Wert auf historische Genauigkeit gelegt. U.a. darin und im Thema an sich unterschied sich die Veranstaltung auf der Veste von zahllosen anderen beliebigen "historischen Spektakeln".