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eit 2002 gibt es die "Zeitreise in die Vergangenheit" auf der Veste Coburg. Am 11. und 12. Juli, luden die Kunstsammlungen der Veste Coburg zu einem neuen Trip durch die Geschichte ein.

hema dieser Veranstaltung war vor und innerhalb der faszinierenden historischen Kulisse der Veste Coburg ziviles und militärisches Fechten ("Stahl") sowie die Handhabung von kleiner und großer Artillerie ("Feuer").

ahlreiche Spezialisten entführten die Besucher in die faszinierende Welt des europäischen historischen Fechtens, das sich nicht zuletzt in bedeutenden Schulen und Fechtlehren bis in unsere Zeit überliefert hat. Berühmte Lehrer wie Lichtenauer, Thalhoffer, oder Fiore de Liberi prägten das einschlägige Wissen in ihrer Epoche.

n beiden Tagen der Zeitreise hatten die Besucher hier auf der Veste Coburg die Gelegenheit, international renommierte historische Fechter bei ihrer auf hohem und höchstem Niveau ausgeführten faszinierenden Kunst zu beobachten. Für viele Besucher war die ausgeprägte Effizienz, die Dynamik und die unerwartete Finesse des historischen europäischen Fechtens mit seinen vielfältigen Techniken und Stilrichtungen eine Überraschung und zog sie in ihren Bann.

ei zahlreichen Demonstrationen und bei beeindruckenden Freikämpfen konnte der Besucher den Gebrauch unterschiedlichster Waffen wie Schwert, langes Messer, Degen, Rapier, Dolch, Fechtschild, Mantel aber auch die kampfmäßige Handhabung von bäuerlicher Ausrüstung wie Stock, Sense oder Sichel und vieles mehr kennen lernen.

onnte man in Rüstung kämpfen? Diese Frage wurde beim Schwertfechten im Harnisch eindrucksvoll bestätigt. Auch Fragen nach Qualität und Schnittfähigkeit europäischer Blankwaffen konnten mit Hilfe von höchst anschaulichen Schnitttests in erstaunlicher Manier beantwortet werden. Schnell wurde auch einem Laien der Unterschied zu reiner Show klar und er lernte diesen schätzen. Vielen interessierten Beobachtern gingen zahlreiche weitere Fragen wie z. B. "Wie viel wiegt so ein Schwert?" oder "Wie lange ging ein Kampf wirklich?" durch den Kopf . All dies beantworteten die Akteure auch außerhalb ihrer Auftritte gerne, entweder direkt im westlichen Burghof oder auch in den historischen Lagern bzw. am dortigen Übungsfechtkreis auf dem Vestewall.

euerwaffen sind aus dem Arsenal der Heere ab dem 15. Jahrhundert nicht mehr weg zu denken. Dabei spielten kleine Handfeuerwaffen als Teil der persönlichen, mobilen Rüstung genau so eine wichtige Rolle wie die Artillerie in ihrer vielgestaltigen Ausformung. Ihr erfolgreicher Gebrauch setzte nicht unbeträchtliche, nur durch langwierige Übung und Schulung / Drill zu erwerbende Kenntnisse voraus.

achkundige Akteure präsentierten mit Hilfe unterschiedlichster Feuerwaffen diese Fertigkeiten, die sich vor allem auf das Handling, den Ladedrill und das abschließende Abfeuern aller demonstrierten Waffen konzentrieren.

ie schon bei der Veranstaltung 2007 gab es auch bei der Veranstaltung 2009 wieder eine Demonstration zur Versorgung von Wunden in Feldlagern des 17. Jahrhunderts.

m Gegensatz zu den üblichen "Mittelalterspektakeln" wurde bei dieser Veranstaltung besonders großer Wert auf bestmögliche themenbezogene Authentizität und verständliche fachkundige Vermittlung gelegt.

ür das Leibeswohl der Besucher war auch in diesem Jahr bestens gesorgt.

ie Musik von Unis Cornus rundete darüber hinaus diese Reise in die Vergangenheit bestens ab.